26.10.2007

Photovoltaikanlagen versichern

Photovoltaik ist auf dem Vormarsch. Die Technik wird immer besser, die Ausnutzung der Sonnenenergie ständig optimiert. Das erleichtert vielen die Entscheidung, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zu installieren bzw. installieren zu lassen. Denn die Kosten amortisieren sich, wenn auch langsam, dafür dank staatlicher Förderung sicher. Strom und damit Geld fließen allerdings nur, wenn die Anlage reibungslos funktioniert. Eine Garantie dafür gibt es leider nicht, schließlich sind die Solarzellen Wind und Wetter ausgesetzt. Sturm, Blitz, Hagel und Eis können der Technik schaden. Gehört die Photovoltaik dann nicht zum bestehenden Versicherungsschutz, wird der Gewinn durch Reparaturkosten zunichte gemacht.Aus diesem Grund lohnt sich ein Blick in die Versicherungspapiere, um das Investment optimal zu schützen. Werden Schäden an der Anlage nicht übernommen, lohnt es sich, eine eigene Photovoltaik-Versicherung abzuschließen. Inzwischen gibt es den nötigen Schutz bei einer Vielzahl von Versicherungsunternehmen. Preislich bewegen sich die Policen ab etwa 50 Euro netto im Jahr inklusive einer Selbstbeteiligung von 200 Euro. Hier lohnt sich ein genauer Vergleich, da die Konditionen teils deutliche Unterschiede aufweisen.Das fängt bereits bei der Montage der Fotovoltaik-Anlage an. Einige Versicherer verlangen, dass die Zellen von Fachpersonal angebracht und angeschlossen werden. Selbstmontierte Anlagen sind zwar auch versicherbar, aber eben nicht überall. Wichtig ist, dass eine Ausfallentschädigung vereinbart und Überspannungsschäden mitversichert werden. Hinzu kommt, dass bei einem Heu- oder Strohlager die Bedingungen anders sind als bei einem Einfamilienhaus. Hier hilft am besten die Beratung eines unabhängigen Versicherungsfachmanns, der auch über die Betreiber-Haftpflicht Auskunft geben kann.

23.10.2007

Fußballern aufs Dach gestiegen

Unbekannte haben 70 Platten der Photovoltaikanlage am Sportheim des TSV Wirsberg abgeschraubt.

Einfach vom Dach runtergeklaut, fassungslos sieht sich der Vorsitzende Karl-Heinz Krüger den Schaden des Diebstahls am Dach des Sportheimes an. Wirsberg Karl-Heinz Krüger ist entsetzt: Der Vorsitzende des TSV Wirsberg kann seinen Augen kaum trauen, wenn er auf das Dach des Vereinsheimes blickt. Er klettert auf das Dach, um zu sehen: 70 der 175 Module der Photovoltaik-Anlage fehlen, an deren Stellen kahle Leisten.

In der Zeit zwischen Samstag und Montag haben ein oder mehrere Unbekannte einen Großteil der Photovoltaik-Anlage abmontiert und geklaut. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf 30 000 Euro. Wegen des hohen Betrags hat die Kripo Bayreuth gestern die Ermittlungen übernommen. Polizei-Sprecher Jochen Krämer sagte gestern Abend gegenüber der Frankenpost: Wir tappen noch völlig im Dunkeln.

Die Kripo war heute sehr lange hier, erzählt Hans Pistorek, der Platzwart. Am Samstag habe er im Sportheim sauber gemacht. Aber ob die Anlage am Samstag noch ganz war, weiß er nicht. Denn die Diebe haben den Teil der Anlage abmontiert, der vom Haupteingang nicht sichtbar ist. Ich fahre zwar jeden Tag hier vorbei, aber gesehen habe ich leider nichts.

Das Sportheim liegt weit ab von der Hauptstraße am Feldrand und in der Nacht ist es dort stockdunkel, sagt der Vorsitzende Krüger. Die umliegenden Häuser sind zu weit weg, als dass die Anwohner etwas hätten sehen können.

Die Anlage habe am Freitag Fehlermeldungen angezeigt. Spannungsschwankungen kommen vor. Aber diesmal waren sie auch nach zwei Tagen nicht vorbei. Daraufhin bestellte Krüger noch am Sonntag einen Mitarbeiter der Firma, die die Anlage montiert hat. Dieser brauchte nicht lange, um festzustellen, was der Anlage fehlt: nämlich 70 Platten.

Die Stecker sind gezogen, die Kabel liegen am Dach, beschädigt ist nichts. Es müssen mehrere Leute mit einem Laster gewesen sein, die einander die Platten vom Dach gereicht haben, mutmaßt Krüger.
Seit etwa zwei Jahren besitzt das Sportheim die Photovoltaik-Anlage. Der kleine Verein hat sie sich 60 000 Euro kosten lassen und viel Eigenleistung bei der Montage erbracht. Das war damals im Winter, als wir sie mit viel Mut und Kraft aufs Dach montiert haben.

Der Diebstahl sei ein großer Verlust für den Verein, der für die Photovoltaik-Anlage viel investiert hat und Schulden auf sich genommen hat, so Krüger. Zu dem Schaden von 30 000 Euro kommt der Stromlieferausfall hinzu. Der TSV bezieht den Strom nicht selbst, sondern liefert ihn an einen großen Energielieferanten.
Gerade jetzt würde die Anlage mehr bringen, als im Sommer, sagt Krüger. Aber zum Glück zahlt die Versicherung den gesamten Schaden und den Lieferausfall. Die Anlage zu versichern sei schwierig gewesen, denn in das Sportheim werde hin und wieder eingebrochen. Deswegen wurde in die Fenster schon mit einbruchsicheres Glas eingebaut.
Jetzt werden die Vereinsmitglieder wieder einige Stunden auf dem Dach verbringen müssen, um die neuen Platten zu montieren. Das wird im Winter kein Zuckerschlecken, schüttelt Krüger den Kopf.

Von Julia Harkeund Alexander Wunner
FRANKENPOST

02.10.2007

Spezielle Versicherung für Solaranlagen - Tipps zur Schadenvermeidung

In Zeiten von Klimaschutzdiskussion und steigenden Energiepreisen gewinnt die Erschließung solarer Energie zunehmend an Bedeutung. In einem durchschnittlichen Haushalt können jährlich bis zu 450 Euro an Energiekosten und bis zu 2 Tonnen CO2-Ausstoß eingespart werden. Den Versicherungsbedarf für solartechnische Einrichtungen deckt LUMIT, ein umfassendes Versicherungsprogramm von UNIQA für den privaten und den gewerblichen Betreiber, wie auch für Installateure und Anbieter zielgenau ab. Aber auch bei der Schadenprävention unterstützt UNIQA - mit sieben einfachen Regeln, die Solaranlagen sicherer machen. "Neue Techniken bergen immer auch neue Risken, die versichert werden müssen. Dafür haben wir bei UNIQA ein sehr flexibles Produkt mit Bausteinen für den jeweiligen Bedarf entwickelt. Wie auch in anderen Bereichen setzen wir aber auch hier voll auf Prävention und Schadenvermeidung. Durch das Einhalten von sieben Grundregeln, kann die Schadenwahrscheinlichkeit an solchen Einrichtungen maßgeblich verringert werden. Sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Tipps zur Schadenvermeidung haben wir in hohem Masse das Know-How der UNIQA Tochter Mannheimer Versicherung genutzt, die zu den führenden Solaranlagenversicherern Deutschlands zählt. LUMIT ist somit auch ein schönes Beispiel wie grenzüberschreitender Erfahrungsaustausch innerhalb der UNIQA Gruppe auch den Kunden zu Gute kommt", so Dr. Johannes Hajek, Vorstand der UNIQA Sachversicherung. Umfassende UNIQA Versicherungslösung für Solaranlagen Die LUMIT Solaranlagenversicherung ist ein umfassendes Versicherungsprogramm für solartechnische Einrichtungen zur Stromerzeugung (Photovoltaik) und für solartechnische Einrichtungen zur Brauchwassererwärmung und Raumheizung (Solartherme). Je nach Kundenbedürfnissen bietet UNIQA individuell kombinierbare Bausteine für private Betreiber, gewerbliche Betreiber und Installateure und Anbieter: Die Solar-Sach-Versicherung ist ein Allrisk-Schutz, der alle denkbaren Schäden, wie z.B. durch Brand, Blitzschlag, Überspannung, Sturm, Hagel, Diebstahl, Vandalismus etc. abdeckt. Überdies sind im Schadenfall Aufräumungs- und Entsorgungskosten, Maurer- und Stemmarbeiten, Bewegungs- und Schutzkosten sowie Schadensuchkosten bis zu 8% der Versicherungssumme prämienfrei mitversichert. Im Rahmen der Solar-Ausfallskosten-Versicherung werden bei Photovoltaik-Anlagen neben dem Sachschaden an der Anlage auch die Kosten entschädigt, die durch einen Ausfall entstehen. Diese Kosten werden nach Stillstandstagen gemessen, bzw. berechnet. Mit der Solar-Haftpflicht-Versicherung können über den üblichen Deckungsumfang hinaus auch Fremdschäden an angemieteten Gebäuden oder Dächern mitversichert werden. Verursacht z.B. die Installation der Modultische durch einen gewerblichen Betreiber einen Schaden an einem fremden Dach und entsteht hierdurch ein Feuchtigkeitsschaden am betroffenen Gebäude, so ist dieser im Rahmen dieses Bausteins gedeckt. Speziell für Installateure und Anbieter bietet die Solar-Montage-Versicherung umfassenden Schutz während der Errichtungs- und Erprobungsphase gegen die finanziellen Folgen von Konstruktions-, Material- und Montagefehlern, Schäden durch Naturgefahren oder Schäden durch von außen mechanisch einwirkende Ereignisse. Schadenprävention mit Hilfe der "7 Regeln der Technik" Um Solaranlagen insgesamt sicherer zu machen, hat die UNIQA Tochter Mannheimer Versicherung Schäden über einen Zeitraum von drei Jahren analysiert. Das Ergebnis: Durch die Beachtung von sieben einfachen Regeln lassen sich die meisten Schäden vermeiden. Grundlage dafür ist eine qualitativ hochwertige Anlage, die fachgerecht geplant und montiert wurde. Die sieben Regeln beziehen sich auf die Dimensionierung des Montagesystems bei Schrägdachanlagen, die ausreichende Tragfähigkeit der Dachkonstruktion, den Nachweis über die Standsicherheit der Anlage bei Flachdachanlagen, die Verwendung von geeigneten Komponenten, Blitz- und Überspannungsschutz, Montage des Wechselrichters und Diebstahl. Nachgelesen können die "7 Regeln der Technik" unter http://www.ots.at/redirect.php?uniqasolar Ersparnis im Betrieb und für die Umwelt Derzeit werden in Österreich über 220.000 Haushalte mit Solarenergie versorgt. Die Energieersparnis dieser Haushalte beträgt insgesamt rund 100 Mio. Euro pro Jahr. Eine Solaranlage mit 6m2 Kollektorfläche und 300 Liter Solarspeicher erzeugt in 25 Jahren 60.000 kWh Energie für die Warmwasserbereitung. Mit einer solchen Anlage wir die Geldbörse um durchschnittlich 170,- bis 240,- pro Jahr und die Umwelt um etwa 1 Tonne CO2/Jahr entlastet. Das entspricht in etwa den Emissionen von einem halben Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 6.000km). Eine Anlage mit 15m2 Kollektor und 1.000 Liter Solarspeicher dient nicht nur der Warmwassererwärmung, sondern auch zur Unterstützung der Raumheizung. In diesem Fall beträgt die jährliche Einsparung bei den Energiekosten 319,- bis 450-, Euro. Die CO2-Einsparungen steigen ebenfalls auf das Doppelte, also 2 Tonnen CO2/Jahr.

(Quelle: Austria Solar - Verein zur Förderung der thermischen Solarenergie) Quelle: UNIQA Versicherungen AG

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Horst Kress
Freigericht, Hessen, Germany
Betreiber einer Photovoltaikanlage
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